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Helsen...

...liegt im Norden des Landkreises Waldeck-Frankenberg und hat mehr als 2.000 Einwohner.

 
Wappen Helsen

Strukturdaten:

Die Gemarkung umfasst 1.693 ha. Die Prof.-Bier-Straße hatte bis Anfang 1999 als B 252 eine übergeordnete Bedeutung. Sie durchschnitt den Ort mit ihrem sehr hohen Verkehrsaufkommen. Heute verfügen wir über eine Umgehungsstraße, deren Planungsphase in den 30er Jahren begonnen hatte und 1999 vollendet wurde. Sie brachte der Bevölkerung eine deutliche Verbesserung der Wohnqualität.

 

Geschichte:

Helsen

Vor etwa 1.500 Jahren sahen sich Siedler in der späteren Gemarkung Helsen nach geeigneten Bauplätzen um. Am sonnigen Hang entstand so in windgeschützter Mulde an der Halde (Helle) eine erste Siedlung.

870 übereignete ein Helser Gläubiger an das Kloster Corvey ein Grundstück; dies war die eigentliche Geburtsstunde Helsens; denn dieser Akt wurde urkundlich im Güterverzeichnis des Klosters aufgenommen.

1230 nannte sich eine Adelsfamilie, die in die Dienste des Klosters Corvey trat, von Helsen. Sie führte als Wappen einen Hirsch mit Geweih; dieses Wappen nahm die Gemeinde Helsen im Jubiläumsjahr 1970 offiziell an.

1348 starben viele Menschen aufgrund der Pest aus und Helsen wurde wüst.

Helsen Kirche

1504 siedelten Mönche des Augustinerklosters aus Arolsen wieder Siedler in unserer Gemarkung an, so dass Ende des 15. Jahrhunderts hier bereits 15 Ackerleute und 32 Kötner wohnten.

Die Landwirtschaft blieb auch in der Folgezeit die Grundlage; Handel, Handwerk und Gewerbe genügten den örtlichen Ansprüchen. Das änderte sich erst, als Graf Christian Anton Ulrich das Residenzschloss erbaute und die Neustadt Arolsen gründete. So zogen in den nächsten Jahren neben Bauhandwerkern, Zivil- und Uniformschneider, Schuster, Büchsenmacher, Lohgerber, Pulvermacher u. a. nach Helsen zu.

Bei einem Gang durch den Ortskern lassen die gut erhaltenen Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert die Berufs- und Ständeeinteilung jener Zeit erkennen: das schmale Handtuch des ehemaligen Bewohners ebenso wie das vierstöckige Geschäftshaus des wohlhabenden

 

Helsen in der Neuzeit:

Prof. Bier. Str.

Vom vergangen Jahrhundert ist über Helsen wenig zu berichten. Christian Daniel Rauch, Lakai am Arolser Hof, begann seine Lehre bei bei Hofbildhauer Valentin aus Helsen, kam zu Ansehen und Ruhm in Berlin, wie der weltberühmte Mediziner, Prof. Dr. August Bier, der 1861 als Sohn des in Arolsen tätigen Registrators Theodor Bier in Helsen geboren und Ehrenbürger der Gemeinde wurde. Seit 1997 verleiht der Ortsbeirat an verdiente Helser die Prof.-Bier-Plakette.

Die Hofnähe wirkte sich auch auf Helsen aus:

Das Sophienheim als hauswirtschaftliche und diakonische Ausbildungsstätte, das Bathildisheim mit Waldfrieden in Neu-Berich als Schule, Unterkunft und Pflegestätte für viele hundert Körperbehinderte aus der gesamten Bundesrepublik.

Beide Institutionen wurden angeregt und gefördert durch das Fürstenhaus und tragen den Namen Helsens weit über die Grenzen des Landes hinaus.

Versuche, auf industriellem Gebiet Fuß zu fassen, gelangen erst nach dem 2. Weltkrieg. 1944 wurde das Kabelwerk Wilhelminenhof Berlin (heute: Essex Nexans L + K GmbH) in die Nähe des Bahnhofs angesiedelt. Hier wurden in der Blütezeit des Unternehmens bis zu 400 Personen beschäftigt. Die hier ansässige ursprüngliche Beschlägefirma Heinrich Wilke (HEWI) erweiterte ständig ihre Produktpalette und hat heute mehr als 600 Mitarbeiter.

 

Gebietsreform und Angliederung zur Stadt Arolsen:

Nach der Gebietsreform von 1971 veranlasste die Mehrheit des Helsers Gemeindeparlaments auf freiwilliger Basis sich der Stadt Arolsen anzuschließen.

Weitere Baugebiete wurden erschlossen und bebaut, weitere stehen an.

Die Einkaufsstätten als Orte der Begegnung sind anonymen SB-Läden gewichen. Neue Aktivitäten, die erfolgreich verliefen, wurden mit Unterstützung des Dorferneuerungsprogrammes entwickelt.

Besonders erwähnenswert ist der Hinweis auf über 25 Vereine und Institutionen in Helsen. Die Palette reicht von der Schützengesellschaft 1634, dem TUS mit 7 Sportabteilungen, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Männergesangsverein Liedertafel Helsen, der AWO bis hin zur Siedlergemeinschaft.

Besuchen Sie uns! Es lohnt sich…..

 
 
Abbild Prof. August Bier
Prof. August Bier

Helsen verfügt heute über ein gut ausgebautes und markiertes Wanderwegenetz, einen Dorfpfad, der zum Teil mit einem Vogellehrpfad kombiniert ist, und einen Pfad der Jahresbäume. Hier wird seit 1989 jedes Jahr der von einem nationalen Kuratorium auserwählte Baum des Jahres vom Ortsbeirat gepflanzt. Hinweistafeln weisen auf die Besonderheiten der Bäume hin.

In der Heimatstube und der Prof.-Bier-Stube und dem ausgegliederten landwirtschaflichen Museum im Sophienheim können sehenswerte Ausstellungen über

  • das frühere Dorfleben in und um Helsen
  • historische landwirtschaftliche Geräte
  • das Leben und Wirken des in Helsen geborenen weltberühmten Mediziners Prof. August Bier
Walter Scholz
Walter Scholz

Weitere in Helsen geborene Persönlichkeiten, die weit über die Grenzen unseres Landes bekannt geworden sind:

  • Startrompeter Walter Scholz
  • und der spätere Bischof von Berlin Wilhelm Weskamm (1891 – 1959).

    Im Rudolf-Wilke-Haus, das im Rahmen der Dorferneuerung aufwändig renoviert wurde, befindet sich der Brunnentreff, eine Begegnungsstätte für Jung und Alt, sowie Räumlichkeiten für betreutes Wohnen und ein Öko-Laden.

     

    Freischießen in Helsen:

    Freischießen Helsen

    Alle vier Jahre lockt das traditionelle Freischießen, inzwischen ein sehr lebendiges Dorffest, zahlreiche Besucher in unsere Stadt.

    Wir danken dem Ortsbeirat Helsen für die freundliche Unterstützung! Ein besonderer Dank geht an Herrn Axel Franke für die Bereitstellung der Texte und Bilder!

    Besuchen Sie auch die offizielle Homepage unter www.helsen.de

     

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