Stadtportal Bad Arolsen

| zum Textanfang | zu den Hauptkategorien | zur den Unterkategorien

Hauptkategorien

Wege zu einer Kur

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten, um in den Genuss eines Kuraufenthaltes zu gelangen. Dabei handelt es sich zum einen um eine Privatkur und zum anderen um eine z.B. durch die Krankenkasse bezuschusste Kur (im Weiteren: Kassenkur). Der wesentliche Unterschied zwischen diesen Möglichkeiten liegt in der Finanzierung.

Privatkur
Der schnellste und auch unkompliziertere Weg zu einer Kur ist die Organisation einer so genannten Privatkur. Dabei sind sämtliche Kosten durch den Gast selbst zu tragen . Trotz der finanziellen Belastung bietet eine Privatkur gegenüber einer Kassenkur zahlreiche Vorteile.

An erster Stelle ist das aufwendige Antragsverfahren zu nennen, das bei einer Privatkur entfällt. Während zum Beantragen einer Kassenkur ein umfangreiches Antragsformular ausgefüllt und ein ärztliches Attest bei der Krankenkasse eingereicht werden muss, entfällt derartiger Aufwand für die Organisation einer Privatkur. Darüber hinaus werden insbesondere Erstanträge von Kuren häufig von Krankenkassen abgelehnt. In einem solchen Fall muss der Antragsteller zusätzlich ein zeitaufwändiges und kraftraubendes Widerspruchsverfahren durchlaufen. Ein ebenfalls nicht unerheblicher Vorzug einer Privatkur liegt in der Möglichkeit, sowohl den Kurort als auch die Kureinrichtung selbst wählen zu können. Krankenkassen hingegen schließen häufig auch Verträge mit Kureinrichtungen und sind entsprechend bemüht, ihre Patienten in diesen Einrichtungen unterzubringen. Bei einer Privatkur hingegen entscheidet einzig und allein der Gast, wie und wo er ein seinen Vorstellungen entsprechendes Angebot wahrnimmt. Somit müssen weder Kurorte und Klinik, noch die Aufenthaltsdauer mit der Krankenkasse abgestimmt werden.

Ein weiterer häufig entscheidender Vorteil einer Privatkur ist die Tatsache, dass zwischen zwei Kuren keine gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit verstreichen muss. Ein gesetzlicher Anspruch auf Kuren besteht nur in mehrjährigen Abständen (ambulante Vorsorgemaßnahmen alle 3 Jahre, stationäre Aufenthalte alle 4 Jahre) und lediglich aufgrund medizinischer Erfordernisse. Eine Privatkur kann jedoch unabhängig vom Zeitpunkt einer zurückliegenden Kur angetreten werden. Die Durchführung einer Privatkur kann darüber hinaus unabhängig von einer medizinischen Indikation, also zum Beispiel schlicht zur Steigerung des Wohlbefindens erfolgen.

Sollte die Privatkur jedoch durchgeführt werden, um bereits bestehende Beschwerden zu kurieren, empfiehlt es sich im Vorfeld einen Arzt zu konsultieren der über eventuelle Gegenanzeigen informiert. Sollten aus Sicht des Arztes keine Bedenken gegen eine Kur bestehen, müssen lediglich ein Kurort und eine Kurklinik ausgewählt werden. Soll die Kur ambulant durchgeführt werden, muss darüber hinaus noch eine Unterkunft (s. Unterkunftssuche in Bad Arolsen) gebucht werden. Eine Intensive Beratung und die Verschreibung der Kuranwendungen erfolgen vor Ort durch einen Kurarzt. (Badearzt in Bad Arolsen ist Michael Lohmann, Rauchstr. 9, 34454 Bad Arolsen, Tel. (05691) 34 00.

Kassenkur
Eine Kassenkur läuft in der Regel so ab, dass Sie zuerst Ihren Arzt aufsuchen. Dieser führt eine Untersuchung durch und erstellt wenn nötig ein Attest. In einem weiteren Schritt ist zu klären, ob die Krankenkasse, die Rentenversicherung, der Sozialversicherungsträger oder andere Träger für die Kostenübernahme zuständig sind. Der Antrag auf Kostenübernahme, bestehend aus dem ärztlichen Attest und zahlreichen Formularen, wird an den zuständigen Versicherungsträger geleitet. Dieser prüft den Antrag und kann z.B. bei einer stationären Kur den Ort und die Kureinrichtung festlegen.
Die Höhe der übernommenen Kosten richtet sich nach der Art der Kur. So wird zum Beispiel bei Verpflegung und Unterkunft auf ambulante Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten meist ein Tagessatz von 13,00 Euro durch die Krankenkasse geleistet. Bei stationären Kuren ist ein pauschaler Eigenanteil von 10,00 € pro Tag durch den Gast zu erbringen.

Beteiligung der Krankenkasse an einer Privatkur
Eine dritte Möglichkeit, in den Genuss einer Kur zu gelangen, ist die Beteiligung der Krankenkassen an einer Privatkur. Auch wenn Krankenkassen gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind, haben einige ihr Leistungsspektrum dahingehend geändert. Sollte Interesse an einer derartigen Beteiligung bestehen, ist es ratsam, seine Krankenkasse über die beabsichtigte Kur zu informieren.

| nach oben | drucken