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Windenergiepark im Stadtwald Mengeringhausen

Magistrat weist Kritik der Bürgerliste zurück

Bürgerliste hat an Entscheidung mitgewirkt
Der Magistrat der Stadt Bad Arolsen weist den Vorwurf der Bürgerliste zurück, es sei versäumt worden, eine Gesamtplanung für Bad Arolsen zum Ausweisen von Windvorrangflächen zu diskutieren. So hätten sich alle Fraktionen einschließlich der Bürgerliste in einer gemeinsamen Beratung von Magistrat und den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung ausdrücklich gegen eine solche umfassende Planung ausgesprochen. Aufgrund der fehlenden Unterstützung durch die Fraktionen habe für den Magistrat keine Veranlassung bestanden, ein solches kostenintensives Planverfahren für die Stadtverordnetenversammlung auf den Weg zu bringen. Vor diesem Hintergrund sei schon erstaunlich, dass sich die Bürgerliste nun nicht mehr an die eigenen Aussagen in dem Erörterungstermin erinnere.

Stadtweite Planung an mangelnder Kompromissbereitschaft gescheitert
Zudem sei wesentlicher Grund für ein Scheitern einer stadtweiten Planung gewesen, dass die Bürgerliste auf der Einhaltung der von ihr geforderten Ausschlusskriterien für Windenergiestandorte beharrt habe. So fordere die Bürgerliste bisher u. a. die Einhaltung eines Mindestabstandes von knapp 2 km zur Wohnbebauung und den vollständigen Verzicht auf Waldstandorte. Dies würde im Ergebnis dazu führen, dass im gesamten Stadtgebiet von Bad Arolsen kein geeigneter Standort ausgewiesen werden könne. Eine solche Verhinderungsplanung sei schon aus rechtlichen Gründen nicht zulässig.

Bürgerliste selbst in der Pflicht
Angesichts dieser Umstände müsse der Magistrat den aktuellen Vorstoß der Bürgerliste wohl als Signal zu einem Überdenken der eigenen Position verstehen. Dann sei es aber nicht Aufgabe des Magistrats sondern der Bürgerliste selbst, eine Diskussion in der Stadtverordnetenversammlung anzustoßen. Hierzu bedürfe es lediglich eines Entschließungsantrages der Fraktion. Es sei jedenfalls nicht Aufgabe des Magistrats, Einzelinitiativen von Fraktionen aufzunehmen.

Keine heimlichen Planungen
Schließlich weist der Magistrat auch den Vorwurf zurück, die Planungen für den geplanten Windpark im Stadtwald Mengeringhausen würden konspirativ weitergeführt. Zum einen lägen mehrere Stadtverordnetenbeschlüsse für die Umsetzung des Projektes vor. Zum anderen seien alle Fraktionen und auch die Öffentlichkeit darüber informiert worden, dass die Planungen für das Projekt fortgesetzt würden.

Konkrete Planungsergebnisse stehen noch aus
In diesem Verfahren diene der so genannte Scopingtermin lediglich einer vorgeschalteten Anhörung der Träger öffentlicher Belange, um frühzeitig mögliche Bedenken und Hinweise zu dem Projekt aufnehmen und diese dann bei den weiteren Planungen berücksichtigen zu können. Auch der Ortsbeirat und die Bürgerinitiative seien bekanntlich bereits beteiligt worden. Es würden zudem noch weitere Anhörungen und Untersuchungen durchgeführt, bevor erst dann konkrete Planungsunterlagen erstellt und vorgelegt werden könnten. Dies alles sei der Bürgerliste bekannt. Umso verwunderlicher sei der Vorwurf, die Planungen würden konspirativ geführt.

Bad Arolsen, 23.08.2011



Bad Arolser Gremien beraten zum Thema Windenergie:

Weitere Vorgehensweise abgestimmt

Der Magistrat der Stadt Bad Arolsen hatte die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses und des Ausschusses für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung der Stadtverordnetenversammlung eingeladen, um die Konsequenzen aus der Teilaufhebung des Raumordnungsplans Nordhessen für die weitere Entwicklung der Windenergie im Stadtgebiet zu erörtern. Im Rahmen der Diskussion wurden neben dem geplanten Windenergiepark im Stadtwald Mengeringhausen auch weitere mögliche Projekte u. a. bei Landau und im Waldgebiet an der Kreisstraße 89 nach Kohlgrund vorgestellt.

Unterschiedliche Positionen
Die Vertreter der Fraktionen bekräftigten zunächst übereinstimmend, dass man sich grundsätzlich für einen weiteren Ausbau der Windenergie ausspreche. In der Detaildiskussion zeigten sich jedoch erhebliche Unterschiede in den Positionen auf: Während sich die Vertreter von CDU, SPD, Grüne, Offene Liste, FDP und FWG für einen ausgewogenen Ausbau der Windenergiestandorte nicht nur im Stadtwald Mengeringhausen sondern im gesamten Stadtgebiet aussprachen, bestanden die Vertreter der Bürgerliste auf die Einhaltung der von Ihnen geforderten Ausschlusskriterien (u. a. keine Waldstandorte, größere Abstandsflächen zu Wohnlagen, Beachtung naturschutzrechtlicher Belange).

Streitpunkt alternative Standorte
Nachdem anhand der vorliegenden Karten und Pläne aufgezeigt worden war, dass unter Zugrundelegung der Ausschlusskriterien der Bürgerliste überhaupt keine Entwicklungsflächen im gesamten Stadtgebiet für Windenergieanlagen verbleiben würden, warf Eberhard Eckhardt (SPD) der Bürgerliste vor, dass es sich bei ihrer grundsätzlichen Zustimmung zur Windenergie lediglich um ein Lippenbekenntnis handele. Dies wurde von den Vertretern der Bürgerliste entschieden zurückgewiesen.

Bürgerliste geht auf Distanz zum Naturschutz
In der weiteren Diskussion wurden auch die Vorschläge des Naturschutzbundes (NABU), der Oberen Naturschutzbehörde und auch des von der Bürgerliste beauftragten Vogelschutzgutachters angesprochen, die sich übereinstimmend für die Entwicklung eines kleineren Windparks im Fichtenbestand des Stadtwaldes Mengeringhausen ausgesprochen hatten. Dieser Vorschlag wurde von der Bürgerliste zurückgewiesen. Rolf Schade (Bürgerliste): „Ich verstehe den Wald als einheitliches Ökosystem, das insgesamt nicht von Windenergieanlagen beeinträchtigt werden darf.“

Angebot an Investoren
Ausgehend von den unterschiedlichen Grundsatzpositionen ergab sich dann eine intensive Diskussion über den weiteren Kurs der Stadt in Sachen Windenergie. Thorsten Reuter (FWG) sprach sich für eine städtische Einflussnahme auf die verschiedenen Projekte aus, um insbesondere den Belangen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden. Gerd Frese (CDU) verwies auf die rechtlichen Risiken und die nicht unerheblichen Kosten für einen stadtweiten Flächennutzungsplan zur Windenergie. Er sprach sich für ein Angebot an die Investoren aus, für die Projekte jeweils eigenständige Flächennutzungspläne zu entwickeln. Auf diese Weise könne die Stadt Einfluss nehmen auf die weitere Entwicklung. Die Kosten müssten dann die Investoren tragen. Diesem Vorschlag schlossen sich die übrigen Fraktionen an, zuletzt auch trotz erheblicher Bedenken die Vertreter der Bürgerliste.

Bad Arolsen, 25.05.2011



Geplanter Windenergiepark

Politik und Bürgerinitiative wollen Dialog fortsetzen

Die Vertreter des Magistrats und der Fraktionen haben mit den Vertretern der Bürgerinitiative über den Ausgang des Bürgerentscheides und über den weiteren politischen Entscheidungsprozess diskutiert. Das Gespräch wurde durchaus kritisch, aber in offener und sachlicher Atmosphäre geführt.

Für die Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung erläuterte zunächst Stadtverordneter Danapel (Bündnis 90/Die Grünen) das Angebot an die Bürgerinitiative, in einen offenen und transparenten Dialogprozess einzutreten. Dieses Angebot wurde von Herrn Hermes (Bürgerinitiative) ausdrücklich begrüßt. Er bekräftigte aber zugleich, dass die Bürgerinitiative von der Politik erwarte, dass die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung zunächst zurückgestellt werde, bis alle kritischen Gesichtspunkte noch einmal sorgfältig geprüft und abgewogen worden seien. Dies sei auch ein wichtiges Signal an die große Zahl der Wählerinnen und Wähler, die den Bürgerentscheid mit ihrer Stimme unterstützt hätten.

Die Vertreter der Fraktionen bekräftigten wiederum ihre Absicht, das Zielabweichungsverfahren nunmehr einleiten zu wollen, damit dann der geforderte Prüfungsprozess unter Einbindung der Genehmigungsbehörden erfolgen könne. Bei einem positiven Ausgang des Zielabweichungsverfahrens habe dann die Stadtverordnetenversammlung in einem sich anschließenden Flächennutzungsplanverfahren das Projekt erneut zu prüfen und darüber zu entscheiden. Bürgermeister van der Horst ergänzte, dass eine Verzögerung der Einleitung des Prüfungsverfahrens wegen der Degression bei der Einspeisevergütung für Strom nach dem EEG kritisch sei.

In der weiteren Diskussion tauschten die Vertreter der Bürgerinitiative und die Vertreter der Fraktionen ihre jeweiligen Standpunkte zu den streitigen Sachthemen sowie über die politische Bewertung des Ausgangs des Bürgerentscheides aus. Dabei wurde deutlich, dass in den Kernpositionen nach wie vor ein deutlicher Dissens besteht. Einigkeit konnte aber darüber erzielt werden, dass der Vorschlag eines geordneten Dialogprozesses aufgenommen werden soll. Die Einzelheiten hierzu sollen in einem weiteren zeitnahen Termin erörtert werden. Weiterhin wurde vereinbart, dass die Bürgerinitiative in der nächsten Stadtverordnetensitzung zu dem Projekt ein Rederecht erhalten wird.

Bad Arolsen, 01.12.2010



Städtische Gremien wollen Dialog fortführen

Der Magistrat der Stadt Bad Arolsen hat sich mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung darauf verständigt, den Dialog der Politik mit der Bürgerinitiative auch nach dem Bürgerentscheid fortzuführen. Bürgermeister van der Horst wurde beauftragt, die Bürgerinitiative zu einer Gesprächsrunde einzuladen, an der Vertreter aller in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen teilnehmen werden. Bürgermeister van der Horst: „Die Fraktionen wollen angesichts des Ausganges des Bürgerentscheids nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Die Bürgerinitiative soll daher das Angebot erhalten, in einen politischen Dialogprozess einzutreten, in dessen Rahmen die weitere Entscheidungsfindung in den Gremien transparent dargestellt wird.“

Mit der Bürgerinitiative wurde bereits vereinbart, dass das von ihr beauftragte Vogelschutzgutachten nunmehr auch der Verwaltung zur Verfügung gestellt und in den Entscheidungsprozess einfließen wird.



Bürgerentscheid am Sonntag, 07.11.2010

Am Sonntag, 07.11.2010 waren insgesamt 12.932 Wahlberechtigte aufgerufen zu den Wahlurnen zu gehen, um über den Bürgerentscheid abzustimmen.

Die Frage lautete:
Sind Sie dafür, dass der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 06.05.2010, der einen Abweichungsantrag zur Ausweisung einer Windvorrangfläche für den Stadtwald Bad Arolsen-Mengeringhausen zum Gegenstand hat, aufgehoben wird?

JA oder NEIN

Das Endergebnis finden Sie hier:

|  Endergebnis des Bürgerentscheid vom 07.11.2010 

Bürgerinformation - Blickpunkt Windpark

Eine Bürgerinformation ist an alle Haushalte verteilt worden. Somit haben Sie die Möglichkeit sich über die Hintergründe, Zahlen und Daten zum geplanten Windpark im Stadtwald Mengeringhausen zu informieren.

Außerdem steht die Bürgerinformation zum Download zur Verfügung:

| Bild/Grafik

Bürgerinformation - Blickpunkt Windpark



Bürgerentscheid zum geplanten Windenergiepark:

Mehrstufiges Prüfungsverfahren zum Natur- und Vogelschutz

Aufgrund von Nachfragen aus der Bevölkerung weist der Magistrat der Stadt Bad Arolsen darauf hin, dass im Zusammenhang mit dem geplanten Windenergiepark im Stadtwald Mengeringhausen die Belange des Natur- und Vogelschutzes in einem aufwendigen dreistufigen Verfahren zu prüfen seien. In dem aktuellen Zielabwei-chungsverfahren zum Regionalplan, über das im Bürgerentscheid abgestimmt werde, gehe es zunächst darum, die grundsätzliche Eignung des Stadtwaldes Mengering-hausen aus natur- und vogelschutzfachlicher Sicht zu beurteilen. Bisher sei eine Aus-weisung des Stadtwaldes als Vorrangfläche für Windenergieanlagen daran geschei-tert, dass ein großräumiges Vogelschutzgutachten ohne Detailprüfung die gesamte Region für nicht geeignet eingestuft habe.

Bei einer positiven Entscheidung zum Zielabweichungsantrag durch das Regie-rungspräsidium Kassel sei dann in einem zweiten Schritt ein Flächennutzungsplan mit einem ausführlichen Umweltbericht vorgesehen. Im dritten Schritt schließe sich ein Einzelgenehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz an, innerhalb dessen ein landschaftspflegerischer Begleitplan mit integrierter arten-schutzrechtlicher Prüfung zu erfolgen habe.

Zwischenergebnis liegt vor:
Aktuell liege eine erste Zwischenbewertung des vom Investor beauftragten Vogel-schutzgutachters vor. Danach sei abweichend von den Festsetzungen des Raum-ordnungsplans die Entwicklung eines Windenergieparks im Stadtwald Mengering-hausen nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Bürgermeister van der Horst: „Das sehr strenge Prüfungsverfahren stellt sicher, dass der geplante Windenergiepark nur dann und auch nur in dem Umfang umgesetzt werden wird, soweit dies im Einklang mit den naturschutzrechtlichen Vorgaben steht. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist aber eine abschließende Bewertung schon aus methodischen Gründen nicht möglich. Hierzu sind vielmehr noch weitergehende Untersuchungsschritte notwendig.“

Weitere Einbindung der Naturschutzverbände vorgesehen
Auch beabsichtige der Magistrat, die Gespräche mit den Naturschutzverbänden fort-zusetzen. So sei aktuell vereinbart worden, dass die Verbände ihre Anforderungen für das weitere gutachterliche Vorgehen konkretisieren und benennen. Bürgermeister van der Horst: „Der durchaus kritische Dialog mit den Verbänden hat aufgezeigt, das nur ein sorgfältiges Prüfungsverfahren zielführend ist und sich eine vorschnelle Beur-teilung des Gesamtprojektes verbietet. Gleichwohl wird natürlich auch das von der Bürgerinitiative angekündigte Vogelschutzgutachten als weitere Erkenntnisquelle dem Regierungspräsidium Kassel zur Prüfung vorgelegt, auch wenn bisher weder fachliche Aussagen des Gutachters noch Angaben zu seiner Person in Erfahrung zu bringen waren.“



Magistrat zieht positive Zwischenbilanz:

Bad Arolsen setzt auf regenerative Energieerzeugung vor Ort

Die Stadt Bad Arolsen hat sich bereits vor geraumer Zeit auf den Weg gemacht, regenerative Energieerzeugung zu befördern und damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. In seiner Zwischenbilanz kommt der Magistrat zu einer positiven Bewertung:

So wird bereits seit dem Jahr 2000 ein Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk mit angeschlossener Nahwärmeversorgung von der Bad Arolser Nahwärme GmbH betrieben. Mit der Nahwärme wird u. a. das Freizeitbad Arobella sowie verschiedene Wohn- und Geschäftsgebäude versorgt.

Im Bioenergiepark sind Unternehmen angesiedelt worden, die regenerative Energien bereitstel-len oder deren Energie abnehmen. Als Schlüsselprojekt gilt das Hackschnitzelheizwerk mit ei-ner elektrischen Leistung von 5 MW und einer thermischen Leistung von 10 MW. Die thermi-sche Energie wird für den Energieverbrauch im Energiepark genutzt. Ein weiterer Großabneh-mer für die thermische Energie ist das geplante Pelletierwerk.

Ebenfalls auf dem ehemaligen Kasernenareal entsteht zurzeit ein Solarpark mit rund 260 Solar-bäumen, die insgesamt eine elektrische Leistung von 2,6 MW besitzen. Die Anlagen werden zum Ende des Jahres in Betrieb gehen. Es wird geprüft, ob noch weitere 250 Solarbäume er-richtet werden können.

Für die Errichtung von Photovoltaikanlagen hat die Stadt geeignete Dachflächen zur Verfügung gestellt. Hier sind inzwischen rund 200 kWp installiert.

Im Bioenergiepark ist weiterhin eine Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung von 2,5 MW geplant.

Mit der Planung des Windenergieparks im Stadtwald Mengeringhausen geht der Magistrat kon-sequent diesen Schritt weiter. Insgesamt sind 15 Anlagen mit einer Leistung von 2,3 MW ge-plant. Die Gesamtleistung des Windparks mit 34 MW würde ausreichen, um 21.400 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Hessen-Forst teilt Klimaschutzziele der Stadt

Der Magistrat sieht sich durch die aktuellen Analysen von Hessen-Forst zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den heimischen Wald in seinem eingeschlagenen Weg bestätigt. Hes-sen-Forst hat schon jetzt Auswirkungen auf die Wälder in unserer Region festgestellt, wie die Verschlechterung der klimatischen Wasserbilanz in der Vegetationszeit, die Zunahme forst-schädlicher Insekten, Begünstigung von Pilzerkrankungen und auch die Veränderung der An-baueignung wichtiger Baumarten, insbesondere der Fichte.

Man ist sich deshalb mit Hessen-Forst einig, dass sich der Klimawandel bereits vollzieht und die Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs sowie die Nutzung von regenerativen Energieträgern wichtige Beiträge zur Begrenzung des Ausmaßes des Klimawandels sind. Es gilt deshalb, Möglichkeiten zur alternativen Energieerzeugung zu nutzen.



Exkursion zum Windpark Hilchenbach am Samstag, 30.10.2010

Nachdem am 27.06.2010, bereits eine Exkursion mit 23 Bürger aus Bad Arolsen und den Stadtteilen an einer kostenfreien Exkursion in den Windpark Hilchenbach, Rothaargebirge, teilgenommen hatten, haben am Samstag, dem 30.11.10 nochmals 20 Bürger aus den Stadtteilen und der Kernstadt an einer Exkursion in den Windpark Hilchenbach teilgenommen. Leider war der Reisebus, wie auch bei der ersten Exkursion im Juni, nur halb voll besetzt.

Die Exkursion wurde vom Planungsbüro des Windparks, der Firma wpd aus Kassel, organisiert, um den Bürgern einen Eindruck zu vermitteln, wie der gleiche Typ von Windkraftanlagen, der auch im Stadtforst Mengeringhausen geplant wird, auf den Betrachter wirkt. Der Windpark in Hilchenbach besteht aus 5 Windrädern vom Typ Enercon E 82 mit einer Nabenhöhe von 138 m und einer Gesamthöhe von 180 m. Im Stadtforst in Mengeringhausen sind bis zu 15 Windkraftanlagen des gleichen Typs mit ebenfalls 180 m Gesamthöhe geplant.

Der Geschäftsführer des Windparks, Günter Pulte, lud die Gäste im Turm eines Windrades zu einem ausführlichen Bildervortrag über die Technik, die Baumaßnahmen und den Klimaschutzeffekt des Windparks ein. Anschließend bestand Gelegenheit, Herrn Pulte Fragen zum Projekt zu stellen.

Der Organisator, Lars Rotzsche von der Firma wpd, äußerte seine Enttäuschung über die geringe Beteiligung an dem Ausflug: „Den Teilnehmern der Exkursion, wurde im Windpark in Hilchenbach ein Eindruck vermittelt wie die großen Windkraftanlagen, die auch in Mengeringhausen geplant sind, wirken werden. Obwohl der Wind mit einer Geschwindigkeit von 8 – 9 m/s wehte und jede der Anlagen ca. 1500 kW leisteten, war allgemein von den Teilnehmern zu vernehmen, dass keine negativen Eindrücke zu Geräuschen der Windkraftanlagen feststellbar waren.

Besucher die vor der Exkursion noch keine abschließende Meinung zu der Planung im Stadtwald hatten, sagten mir, anschließend, dass sie nach der Besichtigung die Planung im Stadtwald positiver sehen und am Bürgerentscheid am 07.11. teilnehmen werden, um mit „Nein“, für die Zulassung des Zielabweichungsverfahrens, zu stimmen.



geplanter Windenergiepark im Stadtwald Mengeringhausen

Magistrat hat Wirtschaftlichkeit des Projekts prüfen lassen

Der Magistrat der Stadt Bad Arolsen hat die vom Investor WPD vorgelegten Wirtschaftlichkeitsannahmen von unabhängigen Sachverständigen bewerten lassen, die besonders erfahren sind in der Analyse von Windenergieprojekten. In ihrer umfangreichen Untersuchung kommen die Berater zu dem Ergebnis, dass auf Basis des derzeitigen Planungsstandes, der vorliegenden Projektinformationen (u. a. basierend auf einem aktuellen Windgutachten) und der konservativen Planung für die Investitionskosten aus heutiger Sicht ein wirtschaftlicher Betrieb des geplanten Windparks grundsätzlich möglich sei. In dem Gutachten wird weiter darauf verwiesen, dass WPD ein erfahrener Projektentwickler und Marktführer in Deutschland sei. Der Magistrat sieht sich mit diesem Urteil der Sachverständigen in der eigenen Prüfung des Projektes bestätigt.

Weitere Absicherungen
Im Fall der Umsetzung des Projektes ist weiterhin vorgesehen, dass die Verpflichtung zum Rückbau der Windenergieanlagen bei Auslaufen des Vertrages durch eine Bürgschaft in Höhe von 150.000 € pro Anlage abgesichert wird. Bürgermeister van der Horst: „Mit dieser Bankbürgschaft und den weiteren vertraglichen Regelungen ist auch hinreichend Vorsorge für den Fall einer Insolvenz des Betreibers und einem Weiterbetrieb durch eine Nachfolgegesellschaft getroffen.“

Bürgerbeteiligung unter Führung der Stadt
Derzeit entwickelt der Magistrat gemeinsam mit dem Investor ein Modell für die bereits angekündigte Bürgerbeteiligung unter Einbindung der Stadt. Dabei ist es Ziel, eine möglichst hohe Wertschöpfung für die Region zu erzielen.



Projekt „Windpark Stadtwald Mengeringhausen“

Exkursion zum Windpark Hilchenbach veranschaulichte Planung von Windkraftanlagen im Wald

Am Sonntag, den 27.06.2010, nahmen 23 Bürger aus Bad Arolsen und den Stadtteilen an einer kostenfreien Exkursion in den Windpark Hilchenbach, Rothaargebirge, teil und besetzten den Bus leider nur halb voll. Unter den Teilnehmern waren auch Anwohner des Wohngebietes „Feldflosse“ und Mitglieder des Ortsbeirates von Mengeringhausen, die sich Informationen aus erster Hand holen wollten, um sich, im Hinblick auf das Bürgerbegehren, eine eigene Meinung zum Windparkprojekt im Stadtforst zu bilden. Die Exkursion wurde vom Planungsbüro des Windparks, der Firma wpd aus Kassel, organisiert, um den Bürgern einen Eindruck zu vermitteln, wie der gleiche Typ von Windkraftanlagen, der auch im Stadtforst Mengeringhausen geplant wird, auf den Betrachter wirkt. Der Windpark in Hilchenbach besteht aus 5 Windrädern vom Typ Enercon E 82 mit einer Nabenhöhe von 138 m und einer Gesamthöhe von 180 m. Im Stadtforst in Mengeringhausen sind 15 Windkraftanlagen des gleichen Typs mit ebenfalls 180 m Gesamthöhe geplant.

Der Standort des Windparks in Hilchenbach liegt, ebenso wie der Standort im Mengeringhäuser Forst, im Wald, auf den Höhen des Rothaargebirges. Der Premiumwanderweg „Rothaarsteig“ befindet sich in unmittelbarer Nähe des Windparks. Der Geschäftsführer des Windparks, Günter Pulte, lud die Gäste im Turm eines Windrades zu einem ausführlichen Bildervortrag über die Technik, die Baumaßnahmen und den Klimaschutzeffekt des Windparks ein. Anschließend bestand Gelegenheit, Herrn Pulte Fragen zum Projekt zu stellen, oder die Infotafeln des dort vorhandenen „Windparkwanderweg“ zu studieren.

Der Organisator, Lars Rotzsche von der Firma wpd, äußerte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Ausflugs: „Den Teilnehmern der Exkursion, überwiegend Bürger aus Mengeringhausen, muss ich ein großes Lob machen. Denn trotz des Fußballspiels Deutschland gegen England und des heißen Wetters, haben sie den beschwerlichen Weg nach Hilchenbach auf sich genommen, um die 180 m hohen Windräder auf sich wirken zu lassen. Von vielen habe ich auf der Rückfahrt den Eindruck vermittelt bekommen, dass man sich vorher nicht habe vorstellen können, wie die großen Windkraftanlagen in Mengeringhausen wirken werden. Einige Besucher sagten mir, dass sie nach den Eindrücken im Windpark Hilchenbach feststellen, dass ihre negativen Befürchtungen im Vorfeld sehr groß waren und jetzt viele kritische Fragen geklärt sind. Ich hoffe, dass die Mengeringhäuser ihre positiven Eindrücke verbreiten und somit andere Bürger von unserer Windparkplanung im Stadtforst überzeugen. Letztlich tragen die 15 geplanten Windkraftanlagen mit ca. 75 Mio. kWh sauberen Windstrom pro Jahr dazu bei, den Ausstoß von ca. 64.000 t CO2 im Stadtforst zu vermeiden und bringen somit einen effektiven Beitrag zum Klimaschutz!“

Rotzsche wies weiter darauf hin, dass Bürger, welche nicht an der Exkursion teilnehmen konnten, auf der Internetseite www.rothaarwind.de viele Informationen und Bilder zum Thema „Windkraft im Wald“ finden können, die auch geeignet sind, Fragen zur Planungssituation in Mengeringhausen zu beantworten.



Windkraft

allgemeine Informationen

Der Magistrat der Stadt Bad Arolsen stellt Ihnen hier die aktuellen Informationen zu dem Projekt „Windpark Stadtwald Mengeringhausen“ zur Verfügung, die in der Bürgerversammlung am 31.05.2010 vorgestellt wurden. Aufgrund der besorgten Reaktionen aus der Bürgerschaft weist die Verwaltung gesondert auf Folgendes hin:

Eingriff in den Stadtwald

Für den Betrieb von maximal 15 Windkraftanlagen wird dauerhaft eine Fläche in einer Größe von ca. 3,75 Hektar benötigt. Während des Aufbaues und Transportes der Anlagen wird zusätzlich rund 1 ha in Anspruch genommen. Für die dauerhaft benötigten Waldflächen, die ca. 0,4 % der Gesamtwaldfläche beträgt, werden Neuanpflanzungen in gleicher Größenordnung vorgenommen. Für den Aufbau der Anlagen wird weitgehend die im Wald vorhandene Wegeinfrastruktur genutzt, die ggf. im Einzelfall noch verbessert werden muss. Zusätzlich sollen Sichtschutzpflanzungen an den Wegeverbindungen entstehen.

Gegenwärtig wird von einer einmalig erforderlichen Holzeinschlagsmenge von 400 Festmetern ausgegangen. Dieser Holzeinschlag soll im Rahmen der regulären Bewirtschaftung erfolgen, die eine jährliche Holzeinschlagsmenge in Höhe von etwa 6.700 Festmeter vorsieht.

Beachtung naturschutzrechtlicher und denkmalschutzrechtlicher Belange

Eine Umsetzung des Projektes erfolgt nur nach vorheriger umfassender Prüfung aller naturschutzrechtlichen, forstlichen und denkmalschutzrechtlichen Belange. Hierzu werden bereits in Abstimmung mit den Fachbehörden und den Fachverbänden umfangreiche Gutachten erstellt.

Geräuschimmissionen

Der geplante Windenergiepark wird nach Gutachtenlage die gesetzlichen Grenzwerte der „Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ (TA Lärm) deutlich unterschritten. Bei den Aussiedlerhöfen in der Nähe des Stadtwaldes können Geräuschimmissionen mit einem Maximalwert von bis zu 38,9 dB(A) auftreten. Am westlichen Ortsrand von Mengeringhausen kann es zu Geräuschimmissionen bis zu 36,8 dB(A) kommen. Ein solcher Maximalwert setzt voraus, dass bei den Windenergieanlagen eine hohe Windstärke anliegt und zugleich am Empfangsort weitgehend Windstille herrscht, da andernfalls die Geräuschimmissionen der Anlagen vom Windgeräusch der Umgebung maskiert werden und damit nicht mehr wahrnehmbar sind. Zum Vergleich: Ein Geräuschpegel von 35 dB(A) entspricht dem menschlichen Flüstern, 45 dB(A) einer leisen Unterhaltung.

Keine Gefährdung des Gütesiegels „Luftkurort“

Der Aufbau und Betrieb eines Windenergieparks im Stadtwald Mengeringhausen belastet nicht die Atmosphäre und hat damit keinen negativen Einfluss auf den Status als Luftkurort.

Wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

Nach Feststellung des Forstamtes machen sich auch im Stadtwald Mengeringhausen schon die negativen Auswirkungen des Klimawandels bemerkbar. Mit dem geplanten Windenergiepark kann der Ausstoß von bis zu 56.500 Tonnen CO2 in die Atmosphäre vermieden und damit ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.



Downloads der Präsentationen bei der Bürgerversammlung am 31.05.2010


 

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