Stadtportal Bad Arolsen

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Zeittafel der Stadt Bad Arolsen

Ein junges Bad mit alter Geschichte…....

1131 Gründung des Augustiner-Chorfrauenstifts “Aroldessen” durch Gepa von Itter und ihren drei Töchtern Luthrud, Mechthild und Bertha.
Gründung des Hofbrauhauses, das heute noch das “Arolser Pils” und das “Alt Waldecker Dunkel” braut.

1155 Luthruds Sohn Graf Volkwin II. von Schwalenburg übernimmt die Vogtei des Klosters.

1492 Graf Otto IV. von Waldeck aus dem Grafenhause von Schwalenburg übergibt das Stift an die Antonitermönche in Grünberg/Hessen, es folgt ein schneller Aufschwung des Klosters.

1526 Auflösung des Klosters im Zuge der Reformation und Umbau zur Residenz der Waldecker Grafen mit einem neuen Renaissance-Flügel durch den Grafen Phillip III. Die Klosterbrauerei wird als gräfliche Brauerei weiter betrieben.

1634 Abschluss des 1622 begonnenen Ausbaues des Schlosses als Festung zum Schutz vor Überfällen und Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg.

1668 Fertigsstellung des Lustschlosses Charlottenthal am Ende der später angelegten Großen Allee durch den Grafen und späteren Fürsten Georg Friedrich.

1677 Vollständige Renovierung des alten Schlosses und Verlegung der Residenz der Eisenberger Linie von Rhoden nach Arolsen.

1706 Regierungsantritt des Grafen Friedrich Anton Ulrich.

1710 Beginn des Residenzschloss-Neubaues im Stil modernster architektonischer Vorstellungen durch Baumeister Julius Ludwig Rothweil. Innenausstattung durch Andrea Galasini und Ludovico Castello.

1711 Abschluss des Umbaus von Schloss Charlottenthal, Umbenennung in “Luisenthal” und Einzug des Grafenpaares.

1717 Verkündigung der Annahme des erblichen Fürstentitels. Bau der drei ersten Häuser in der Hauptstraße der “Neustadt Arolsen” unter Fürst Friedrich Anton Ulrich.

1719 Verkündigung der “Privilegien und Freiheiten” zur Gründung der “Neustadt Arolsen”.

1720 Einzug des Fürstenpaares in das größtenteils noch unvollendete Residenzschloss.

1725 Abriss von Schloss Luisenthal.

1728 Tod des Fürsten Friedrich Anton Ulrich. Verlegung der obersten Landesbehörde aus Mengeringhausen in die Residenzstadt.

1731 Privileg der jungen Stadt für drei Märkte.

1732 Erstes Begräbnis auf dem Alten Friedhof.

1735 Grundsteinlegung für die Stadtkirche.

1770 Loslösung der evang.-luth. Gemeinde von der Muttergemeinde Helsen.

1777 Klassizistischer Bildhauer Christian Daniel Rauch, Begründer der “Berliner Bildhauerschule”, im “Hoppenhof” geboren.

1778 Wittumspalais “Neues Schloss” für Fürstin Christiane vollendet.

1787 Einweihung der Stadtkirche nach 52-jähriger Bauzeit.

1804 Später geadelter Maler Wilhelm Kaulbach geboren, bekannt als Portrait- und Historienmaler, Illustrator, Hofmaler und Akademiedirektor in München.

1822 Friedrich Kaulbach, Portrait- und Historienmaler, Hofmaler und Prof. der Technischen Universität Hannover, geboren.

1849 Erlass des damals modernsten Staatsgrundgesetzes Deutschlands unter Fürstin Emma und Schaffung von vier Kreisen; Arolsen, neben Sitz der Landesregierung, Verwaltungssitz des Kreises Twiste.

1850 Das erste Krankenhaus im Fürstentum Waldeck wird in Betrieb genommen. Das sogenannte Töpferhaus wurde angekauft und auf Kosten der Fürstlichen Domanialkassen umgebaut.

1858 Geburt von Prinzessin Emma, spätere Königin der Niederlande. (Sie starb 1934.)

1879 Hochzeit mit Wilhelm III (Sie regierte 1890 – 1898).

1861 Prof. August Bier wird in Helsen geboren. Später Professor in Berlin und einer der führenden deutschen Ärzte seiner Zeit. Er wurde weltbekannt durch die Rückenmarkanästehsie (die “Biersche Stauung”), sein Eintreten für die Homöopathie, die Erfindung des Stahlhelms und die Begründung der Hochschule für Leibesübungen.

1864 Gründung eines Kinderheims primär für Waisen durch Fürstin Helene in Helsen. In 1872 entstand hieraus das Sophienheim.

1871 Fertigstellung der ersten waldeckischen Kaserne für Bataillon II/83, das vorher in Privatquartieren in Arolsen, Helsen und Mengeringhausen untergebracht war.

1873 Geburt des Arztes Prof. Rudolf Klapp. Als Orthopäde schuf er das nach ihm benannte “Klapp´sche Kriechverfahren”, er erfand die Drahtextension bei Knochenbrüchen und schuf die sogenannte “Klapp´sche Saugglocke”.

1890 Einweihung des Bahnhofes und der Bahnstrecke Warburg-Arolsen, die bis 1893 nach Korbach forgeführt wird.

1899 Besuch der Stadt durch Kaiser Wilhelm II. anlässlich der Einweihung des Denkmals für seinen Großvater Kaiser Wilhelm I. Um 1900 Gründung eines Verschönerungs- und Verkehrsvereins.

1912 Einweihung eines Heimes für körperbehinderte Kinder, das nach Fürstin Bathildis benannt wurde. Das heutige Rehazentrum Bathildisheim, mit den Bereichen Berufsbildungswerk Nordhessen und Behindertenhilfe, betreut ca. 1.000 Menschen mit Behinderungen.

1918 Absetzung des letzten regierenden Fürsten Friedrich; Waldeck wird Freistaat. Verlust der Garnison.

1929 Auflösung des Freistaats Waldeck, Anschluss an Preußen. Der Erbprinz Josias tritt 1929 der SS bei und spielt fortan eine herausragende Rolle innerhalb der nationalsozialistischen “Bewegung”.

1936 Arolsen wird wieder Garnisonsstadt. Erweiterung der Kaserne. Geburt von Wittekind zu Waldeck und Pyrmont.
Die Kaserne diente in dieser Zeit u. a. als SA-Sportschule, SS-Führerschule und Außenlager des KZ-Buchenwald.

1946 Einrichtung des Internationalen Suchdienstes (ITS) durch die Alliierten zur Klärung von Vermisstenschicksalen der NS-Zeit, heute auch ein Archiv für die historische Forschung mit rund 300 Mitarbeitern.

1952 Belegung der Kaserne durch belgische NATO-Truppen.

1970 Heilquelle “Schlossbrunnen” erbohrt und ausgebaut (Calzium-Magnesium-Sulfatwasser).

1973 Städtpartnerschaft mit Heusden-Zolder, Belgien (05.05.1973)

1974 Abschluss der Regionalreform: Zusammenschluss der Stadt mit 11 umliegenden Orten zu einer Großgemeinde mit damals ca. 16.000 Einwohnern, zuzügl. rund 2.200 belgischen Soldaten und Zivilpersonen.

1977 Arolsen als “Heilbad” staatlich anerkannt.

1979 Fertigstellung der Twistetalsperre. (Länge 3 km, Staufläche max. 121 ha, Wasserinhalt max. 901 Mill. cbm; Staudamm 300 m lang und 22 m hoch).

1985 1. Arolser Barock-Festspiele finden statt.

1988 Einweihung des Denkmals “9. Längengrad” an der Ecke Große Allee / Bundesstr. 252.

1990 Fertigstellung des Festspielhauses “Fürstliche Reitbahn”.

1990 Städtpartnerschaft mit Klütz, Mecklenburg-Vorpommern (26.11.1990)

1991 Städtepartnerschaft mit Bad Köstritz, Thüringen (25.01.1991)

1992 Gründung der Tinnitus Klinik in der Großen Allee. Hier werden Patienten, die unter Tinnitus, Schwindel oder Geräuschempfindlichkeit leiden, behandelt.

1994 Schließung der Belgischen Kaserne und Abzug der Soldaten.

1997 Verleihung des Prädikates “Bad”

2000 Einweihung des Freizeitbades Arobella

2002 Einweihung des Christian Daniel Rauch-Museums im Marstall. Das Museum ist eine Kooperation des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, veranstaltet vom Museum Bad Arolsen in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin, Nationalgalerie.

2003 43. Hessentag in Bad Arolsen

2004 Schließung der Kaserne der deutschen Bundeswehr im Stadtteil Mengeringhausen zum Jahresende.

2008 In Teilbereichen der ehemaligen deutschen Kaserne entsteht der Bioenergiepark.

2008 Am 1.04.2008 Eröffnung der Medizinisch Psychosomatische Klinik Am Hofgarten.

2008 Anlässlich des 150. Geburtstages der Königin Emma der Niederlande, Prinzessin zu Waldeck und Pyrmont, besucht Königin Beatrix der Niederlande Bad Arolsen am 3.07.2008.

2008 Dr. Hesse eröffnet im Krankenhaus am 17.12.2008 die TinnitusKlinik Dr. Hesse.

2010 Eröffnung des Reisemobilhafens am Twistesee am 24.07.2010

2013 Im Juni nimmt die UNESCO die Originaldokumente und die Zentrale Namenkartei des Internationalen Suchdienstes in das Register des Weltdokumentenerbes „Memory of the World“ auf.

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